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Ein Athlet auf dem Weg zum härtesten Radrennen
der Welt:
Von West nach Ost durch die USA - am Rad!
5.000 km | 30.000 Höhenmeter | 45 C° Temperaturunterschied
Maximal 2 Stunden Schlaf pro Tag
In einer Zeit von unter 12 Tagen und 5 Stunden

Training und Ergebnisse

Saisonabschluss 2011 - Triathlon Austria in
Podersdorf
Da in der Staffel von Andritz, die für
den Halbmarathon genannt hatte, der Radfahrer ausfiel hab mich kurz entschlossen
bereit erklärt einzuspringen. Nachdem die Saison 2011in Training
und Wettkampf ja auf Marathons ausgerichtet war, ich daher keinen einzigen
Kilometer am Zeitfahrrad zurückgelegt hatte, reizte es doppelt zu
sehen wo ich über 90 km leistungsmäßig stehe. Am 27.08.
war es dann so weit. Um 7:00 Uhr fiel der Startschuss und unser Schwimmer
startet in den Neusiedlersee.
Nach 31:17 min hatte Andreas Stefan als 6ter in unsere Wertungsklasse seine 1,9 km absolviert. Motiviert nahm ich die 2 Runden zu a 45 km auf der flachen, leicht windigen und mir unbekannten Strecke in Angriff. Nach 2 km die erste Schrecksekunde, mein Trinkflaschenhalter den ich am Sattel montiert hatte brach und ich musste von diesem Zeitpunkt an ohne Getränke bis zu den fix installierten Labestationen bei KM 27 bzw. KM 45 auskommen. Nicht optimal, aber nicht zu ändern und es gab keine Alternative. Leider bleib die Unterversorgung mit Getränken nicht ohne Wirkung, es stellten sich in den letzten 15 Minuten des Rennens Krämpfe ein. Schluss endlich erreichte ich nach 2:15:56 für die 90 km an 3ter Stelle liegend die Wechselzone. Mein Radsplitt war der 2. Schnellste, entsprach einem Schnitt von 40 km/h und ich war doch zufrieden.
Nun war unser Schlussläufer, Andreas Marx an der Reihe. Seine Aufgabe war besonders schwer. Nach vorne 5:40 Minuten Rückstand auf Platz 1, 3:10 Minuten Rückstand auf den 2ten Platz, nach hinten 3:10 Minuten Vorsprung auf den 4ten Platz. Angreifen oder verteidigen, das war die Frage. Leider waren aber die Läufer der vorn und hinter uns liegenden Staffeln sehr stark, erreichten die 2 bzw. 4 beste Laufzeit und so blieb uns am Ende nur der etwa undankbare 4te Platz. Dennoch ein Wettkampf mit dem wir alle zufrieden sein dürfen und der noch Platz für Verbesserungen in 2012 lässt. Dann wollen wir aufs Podest.
Schneller als die Polizei erlaubt
15. August 2011, Feiertag, kurz vor 07:00 Uhr morgens, die Wörthersee
Norduferstrasse menschenleer. Ein Tag kann gar nicht besser beginnen als
um diese doch recht frühe Tageszeit nach 3 Stunden intensiven Trainings
bei aufgehender Sonne schon wieder am Weg zurück nach Hause zu sein.
In Gedanken schon mit den Kids am Frühstückstisch
galt es noch ein paar Kilometer abzuspulen. Die Strecke ist vertraut und
so denke ich mir rein gar nichts als ich um 06:59 über einen Bahnübergang
fahre an dem Sekunden zuvor der Bahnschranken aufgegangen war, das rote
Licht aber noch blinkt. Kaum drüber schiesst ein Polizeimotorrad
vom gegenüberliegenden Straßenrand auf mich zu, drängt
mich von der Straße und zwingt mich anzuhalten. Verwundert bleibe
ich stehen, sehe zu wie sich unser Freund und Helfer vor mir aufbaut und
mir lautstark und nachhaltig erklärt, dass er Radfahrer generell
"gefressen hat" und wir uns sowieso nie an die Straßenverkehrsordnung
halten. Ich kann nur den Kopf schütteln, denke mir meinen Teil und
bin froh, dass ich nicht den Frust von unserem Freund und Helfer herumtragen
muss. Geduldig lasse ich Belehrungen und Redeschwall über mich ergehen,
verkneife mir jegliche Antwort, bezahle die 35 Euro und denke mir meinen
Teil. Auf den letzten Kilometern nach Hause denke ich nochmal nach um
komme zu dem Schluss, dass "er" rein rechtlich alles richtig
gemacht hat, denn ich bin bei rot blinckend über die Geleise gefahren.
Es spielt da ja keine Rolle, dass der Schranken bereits offen war bzw.
der Zug schon lange durch. Rein menschlich aber hat der gute Herr versagt,
denn an einem Feiertag, um 06:59 am Morgen, ja da hab ich sicher viele
Verkehrsteilnehmer in Gefahr gebracht. Soviel zu meinem ersten Strafzettel
am Fahrrad - wenigstens eine coole Dokumentation einer frühen Radeinheit!
Ein
Klick zum Beweis...

RAAM Qualifikation die Erste
Nachdem ich beruflich den Start beim Nove Colli bzw. auch beim Glocknerman,
meinem eigentlichen Saisonhöhepunkt 2011, absagen musste, wollte
ich doch noch so schnell wie möglich ein längeres Rennen fahren.
Zu groß war das Interesse feststellen zu können, ob sich das
Training von Anfang November bis jetzt auch wirklich gelohnt hat. Nach
kurzer Suche im Internet standen 2 Rennen zur Auswahl - der Schweizer
Radmarathon über 720 km oder ein 24 Stunden Rennen in Österreich.
Der Schweizer Radmarathon war aufwendiger, sowohl von der Organisation
her, als auch vom finanziellen Einsatz...

Train hard
Eigentlich war für dieses Wochenende ein Rennen in Cessenatico/Italien
geplant - der Nove Colli - ein Rennen zusammen mit Erich und Franco auf
das ich mich sehr gefreut habe und das wir mit einem Urlaub in Rimini
kombinieren wollten. Nachdem zeitgleich aber eine wichtige Vergabe/Dienstreise
nach Asien anstand war klar wo die Prioritäten liegen und so blieb
mir nichts anderes übrig als das Rennen abzusagen. Ein Rennen absagen
heißt aber natürlich nicht das Training abzubrechen oder auszusetzen,
sondern wie schon in der Vergangenheit auch, flexibel zu sein und mit
den örtlichen Gegebenheiten auszukommen. In diesem Fall war es aber
schon SEHR mühsam die von Rene verlangten 4 Stunden am Ergo abzusitzen,
um ehrlich zu sein, ich bin nach 3 Stunden abgestiegen
. Aber eines
könnt ihr mir glauben, nach dieser Einheit freue ich mich schon riesig
auf jeden km im Freien und wenn ich dort in Zukunft mal ein Motivationsloch
habe werde ich an den tollen chinesischen Ergometer denken.
Trainingsalltag
Nach dem missglückten Saisonstart bei der Indoor WM in Freistadt
und der daraufhin notwendigen Pause von 1er Woche um überhaupt wieder
am Ergo Rad fahren zu können bzw. nach weiteren 3 Wochen bis zur
vollen schmerfreien Belastung (ja Rippenprellungen sind heimtückisch)
nehmen nun die Trainingsumfänge weiter zu. Nach wie vor liegt der
Schwerpunkt aber am Ergometer, es ist damit einfach leichter und effektiver
die Tagesrandzeiten außerhalb von Job und Familie effektiv zu nutzen.
Aber eine lange Ausfahrt zwischen 5 und 6 Stunden am Wochenende muss sein,
schließlich müssen Nackenmuskulatur und Sitzfleisch auch entsprechend
"geschult" werden. Freu mich immer schon auf die Sonntags-Morgen-Runde
die ich immer alleine und in aller Früh absolviere. Typische Strecken
sind für mich dabei Klagenfurt - Bad Eisenkappel - Seebergsattel
- Schaidasattel - Ferlach und retour bzw. die Strecke Klagenfurt - Wolfsberg
und retour. Einfach genial war vor einigen Wochen das Gefühl zu Tagesanbruch
um 05:30 bereits am Seebergsattel zu sein (nach ca. 2 ½ Stunden
Fahrzeit).

Einfach den Moment genießen, kurz innehalten
und dann umdrehen und retour, voller Vorfreude auf das Frühstück
mit meinen Kids (nicht ohne vorher natürlich einen Stopp beim Bäcker
eingelegt zu haben). Nachdem ich nun schon einige dieser sehr zeitigen
Sonntagsrunden hinter mir habe kann ich sagen, dass
a) ich Kein Problem mit dem frühen aufstehen um 2:30 bis 3:00 Uhr
früh habe
b) ich mich auch ohne Frühstück (nüchtern) am Rad sehr
wohl fühle
c) mir das Fahren in der Dunkelheit wirklich Spaß macht
d) ein erster Energieriegel nach 2 Stunden immer eine deutliche Leistungssteigerung
bietet
e) es einfach geil ist um 8:00 Uhr morgens nach 5 Stunden Radfahren Heim
zu kommen und den Tag noch voll genießen zu können.

Saisonstart in der Halle
Nach meinen doch recht vielversprechenden Ergometertest zum Jahreswechsel
war es diesmal ich der sich von Philipp zur Teilnahme am nächsten
Rennen - der 24 Stunden Indoor Mountainbike WM 2011 in Freistadt im 2er
Team - überreden lies. Wie darf man sich das vorstellen Mountainbike
in der Halle und das über 24 Stunden? Ein sehr enger Rundkurs mit
800 m Länge, einer Fahrzeit von 2:40 min pro Runde, zahlreichen Spitzkehren,
einem dauernden Wechsel zwischen Vollbremsung und Beschleunigung und natürlich
gespickt mit zahlreichen Hindernissen...
Weihnachtskeks und Laktat
Wie alle Jahre wieder wollte ich auch 2010 wieder ruhig mit einer ordentlichen
Menge an Weihnachtskeksen ausklingen lassen. Kekse, Ruhe, Ausklingen -
nicht ganz, Rene verstand es vortrefflich mein Trainingslevel mit dem
anstehenden Laktat Test ordentlich hoch zu halten. So war es dann am 30.12.
soweit, bitte am Ergo Platz nehmen, Finger zur Blutprobe freimachen und
reintreten was geht. Wir hatten Stufen von 40 Watt vereinbart, 4 min Belastung,
Laktat und Pulsmessung bis zum bitteren Ende. Ja das Ende kam, der Ergo
war wieder mal stärker, bei 440 Watt die ich nur über 2 anstatt
4 Minuten ausfahren konnte.

Ich bin mit dem Test wirklich zufrieden und er
hat meine und auch Rene's Erwartungen übertroffen, denn
-) er zeigt eine sehr flache Kurve zu Beginn
in der sich das Ruhelaktat mit der Belastung senkt (ja soll so sein) und
nur leicht ansteigt.
-) erst bei 200 Watt erreichte ich wieder das Ruhelaktat bei einem Puls
von 100. Zur Info - die Durchschnittsbelastung beim RAAM liegt im Bereich
von 170 Watt, ja natürlich weiß ich, dass es da über 12
Tage geht ;-(
-) meine anerobe Schwelle (4 mmol/l) liegt in etwa bei 350 Watt und einem
Puls von 146, sprich diese Belastung könnte ich theoretisch fahren
ohne zu übersäuern
-) der max erreichte Laktatwert von 7,9 mmol/l ist deutlich höher
als vor einem Jahr (nur 6,8) und zeigt, dass der Körper auch mit
einem höheren Laktatgehalt noch klarkommt
-) bereits eine Minute nach der maximalen Belastung (163 Schläge
pro Minute) war mein Puls wieder auf 115 Schläge abgesunken, 3 Minuten
nach der Maximalbelastung auf 95 - Zeichen für eine sehr schnelle
Erholung
Fazit: Es ist sehr motivierend auch bestätigt zu bekommen, dass sich
das konsequente Training auszahlt und ich freu mich schon sehr auf die
Saison 2011 die ja am 18. Februar mit der 24 Stunden Indoor WM in Freistadt
starten wird.
2011 - Saisonausblick
Voll Motivation und mit jeder Menge guten Vorsätzen ;-) wird die
Saison 2011 geplant und in Angriff genommen. Auf dem Programm stehen ein
12 Stunden Rennen im März/April, wobei der genaue Termin und Ort
noch nicht fest stehen. Im Mai erfolgt die Teilnahme am Nove Colli - einem
200 km Radrennen mit über 3840 Höhenmeter in Italien. Das Highlight
dann im Juni: der Glocknerman - der Ultraradmarathon und gleichzeitig
die Weltmeisterschaft! Eine Teilnahme an der Radsportwoche 2011 in Fohnsdorf
(Steiermark) ist ebenfalls geplant. Auf eine gute und vor allem verletzungsfreie
Saison mit tollen Ergebnissen :-)

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